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Serum-Depot Berlin / Europe e.V.
Geschäftsstelle

Stephan Timmer
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Mail: gs@serumdepot.de

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Unser Vereinsprofil

1. Vorstellung des Vereins

Der Verein besteht seit 1982. Er wurde gegründet, um Bürger die Giftschlangen halten, im Falle eines Unfalls kostengünstig mit den benötigten Antiveninen zu versorgen. Dieses Ziel verfolgt der Verein auch heute noch; im Jahre 2002 wurde es auf die im Haushalt lebenden Personen erweitert.


Neue medizinische Erkenntnisse führen erfreulicherweise schon seit einigen Jahren zu einer Verringerung des Antivenineinsatzes. Ein völliger Ausschluss von Antiveninen ist derzeit jedoch nicht abzusehen. Somit ist weiterhin die Bevorratung von Antiveninen durch den Verein unabdingbar, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass sich verstärkt Zoologische Gärten und Forschungseinrichtungen für diese Solidargemeinschaft interessieren. Auch ist ein Interesse der Berufsgenossenschaften an der vom SDB e.V. betriebenen Antivenin- Bevorratung zu beobachten. Erste Genehmigungen auf dieser Basis sind zu verzeichnen z.B. TerraZoo Rheinberg.


Der Vorstand hat dies rechtzeitig erkannt und bezieht diese Einrichtungen zum Nutzen der Gemeinschaft in seine Tätigkeit ein. Sie unterstützen ihn z. B. bei der Ausrichtung von Weiterbildungsveranstaltungen durch die kostenfreie Bereitstellung von entsprechenden Räumlichkeiten und der ebenfalls kostenfreien Bereitstellung von Referenten. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten werben sie für die Ziele des Vereins.


Die Zusammenarbeit mit den Giftnotrufen ist etabliert und wird ständig ausgebaut, insbesondere wenn dort ein Depot eingerichtet wurde. Ein solcher Standort wird bevorzugt gewählt, um eine 24 -h- Verfügbarkeit und eine 24- h- Kontrolle der Kühlschrankfunktion zu gewährleisten. Die medizinischen Fachkräfte der Giftnotrufe stehen den behandelnden Ärzten beratend zur Seite.


Auch der SDB e.V. stellt für seine Mitglieder überregional qualifizierte und spezialisierte medizinische Fachkompetenz 24 h täglich zur Verfügung. Prinzipiell ist auch der Vorstand 24 h erreichbar, um erste Hilfestellungen zu leisten oder erste Behandlungsempfehlungen zu übermitteln (per Telefon, Fax oder E- Mail).


Unseren Mitgliedern wird dringend empfohlen, den vorgegebenen Ordner durch die persönlichen Daten zu ergänzen. Die Daten sind ständig zu aktualisieren und im Gifttierraum für die Mitnahme ins Krankenhaus bereit zu halten.Der Inhalt des Notfallordners, der auch Behandlungshinweise für den behandelnden Arzt enthält, kann von der Homepage (www.serumdepot.de) heruntergeladen werden. Die Empfehlung zur Ergänzung der persönl. Daten gilt auch für die Nothilfe- CD's ab Ausgabedatum 24.07.08


Ein aktuelles Ziel des Vereins ist es, das Netz der Depots von ca. 400- 500 km auf 250- 300 km zu verdichten. Der gewählte Standort wird vorrangig nach den vorhandenen geeigneten medizinischen Kapazitäten beurteilt.


Der Vorstand des Serum-Depot Berlin e.V. unterstützt die ständige Verbesserung der Haltungssicherheit von Gifttieren durch die Erarbeitung von Haltungsrichtlinien und der Ausbildung der Mitglieder auf dem Gebiet des Präventivschutzes. 2007 fanden erstmals Workshops zu diesem Thema statt.


Mit Ausnahme von vereinsinternen Tagesordnungspunkten sind die Versammlungen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Es wäre zweckmäßig, dass die Mitgliedschaft im SDB e.V. mit der Erteilung der Ausnahmegenehmigung verknüpft werden würde. Somit wäre eine einheitliche Schulung und Einflussnahme auf das Verhalten einzelner Gifttierpfleger gegeben.


Dass der Verein in seiner Tätigkeit äußerst erfolgreich ist, beweist die Tatsache, dass in den 25 Jahren, die der Verein existiert, kein einziger Unbeteiligter verletzt wurde oder gar zu Tode kam. Unfälle mit letalem Ausgang sind bei keinem organisierten Halter aufgetreten. Ausschlussverfahren wegen groben Unfugs oder grober Fahrlässigkeit wurden ebenfalls bisher nicht eingeleitet. Die mittlere Bisshäufigkeit bei ~ 80 Mitgliedern in den letzten 8 Jahren: 1,5/ Jahr. Dass ein Tierhalter einen Unfall erleidet, wird naturgemäß nie völlig auszuschließen sein. Ein Ausbruch von Tieren aus dem Gifttierraum kann jedoch, wenn alle an der Abnahme Beteiligten aufmerksam waren, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.


1.1. Information der genehmigenden Behörde über den Austritt / Streichung / Ausschluss eines Mitgliedes

ein mehrheitlich gefasster Beschluss der Mitgliederversammlung vom 21.12.2005 erlaubt dem Vorstand eine diesbezügliche Mitteilung herauszugeben


2. materielle Anforderungen
 

a) Anforderungen an das Gifttierzimmer:


- separater, nicht mehr zu Wohnzwecken dienender Raum

- abschließbar

- Durchbrüche (Gas-Wasser- /Elektroinstallation, Lüftung) massiv verschlossen

- hydraulischer Türschließer

- Tür hat allseitig dicht zu schließen

- Hinweisschild Giftschlangenhaltung von außen sichtbar an der Zimmertür

- Telefon im Raum oder in dessen Nähe


b) Anforderungen an die Terrarien:


- Mindestglasstärke bis ca. Terrariengröße 1,20x 0,60x 0,60 4 mm

- darüber hinaus 6 mm

- Überlappung der Scheiben mind. 40 mm

- Abstand der Scheiben an der Überlappung max. 2-3 mm, der Abstand der Scheiben kann durch das Aufstecken von Kunststoff-Klemmprofilen, erhältlich in Baumärkten, verringert werden

- umlaufende Schiebeschiene

- Schiebescheiben

- Terrarienschlösser, bei Zahnstangenschlössern Zahnstange auf ein Minimum gekürzt

- Terrarienkarten

 

c) Terrarrienkarten, mit folgendem Inhalt


- Terr.- Nr.

- Anzahl d. Tiere

- wissenschaftlicher Name: Gattung, Art, Unterart

- deutscher Name

- spez. Hinweis zu Gattung und Art auf Merkblätter im Notfallordner
(Vordrucke im Downloadbereich der Homepage, Visitenkarten-Format 54 x 85 mm )
 

2.1. es müssen folgende Werkzeuge vorhanden sein:
 

- verschieden große Schlangenhaken

- Pinzetten in verschiedener Größe und Form

- Greifzange

- verschließbare Behältnisse z.B. Kunststofftonnen, um Tiere z.B. bei größeren Reinigungsarbeiten im Terrarium sicher „zwischenzulagern“


2.2. Tierverzeichnis


- muss nach jeder Bestandsveränderung oder Umsetzaktion aktualisiert werden
(Vordruck im Downloadbereich der Homepage )
 

2.3. Nothilfe- Tafel
 

(Vordruck im Downloadbereich der Homepage )
 

2.3.1 Organigramm 1. Hilfe


(Vordruck im Downloadbereich der Homepage )

2.4. Nothilfeordner


- befindet sich griffbereit im Gifttierzimmer einschl. Kugelschreiber oder Bleistift!!
 

2.4.1 der Nothilfeordner wird in Zukunft weitestgehend von der NOTHILFE- CD abgelöst.
(Vordruck und Inhalt siehe Downloadbereich der Homepage)


2.5. Bestandsbuch (gebunden oder geheftet, keinen Ordner o.ä., handschriftlich, empfohlen A4, Beschaffung und Einrichtung entsprechend Muster durch den Tierhalter)


- jede Veränderung im Bestand muss fortlaufend, zeilenweise vermerkt werden - bei Zukauf bzw. Verkauf sind jeweils die Anschrift des Verkäufers bzw. Käufers zu vermerken - sonstiger Verbleib ebenfalls eintragen - nach jedem Eintrag Abschlussstrich
( Muster siehe Downloadbereich der Homepage)


2.6. Kaufvertrag, einfach


- nur Empfehlung für Käufer/ Verkäufer, dient vorrangig der eigenen Rechtsicherheit
( Muster siehe Downloadbereich der Homepage)


2.7. Tiererfassungsliste
 

- dient dem Vorstand als Arbeitsgrundlage - jährlich Anfangsbestand am 01.01. melden - weitere Meldungen bei Bestandsveränderung
(Vordruck im Downloadbereich der Homepage )
 

2.8. Bestandslisten
 

- dienen der Absicherung gegenüber der kontrollierenden Behörde, Bestandslisten geben den Anfangsbestand nach Genehmigung und/oder den Bestand am Anfang des Jahres an


2.9. Bestandsveränderungslisten
 

- Bestandsveränderungslisten melden der zuständigen Behörde offiziell den Verbleib bzw. Zukauf von Tieren im Jahresverlauf - die Zeiträume, in der der Pfleger zur Abgabe einer Bestandsveränderungsliste verpflichtet ist, sollten individuell vereinbart und in der Ausnahmegenehmigung verankert werden. - auch das Mindestalter eig. Nachzuchten zur Meldepflicht (empf. 90 Tage) sollte vereinbart werden, abgegebene Tiere müssen jedoch gemeldet werden, verendete Tiere werden bis zum 90. Lebenstag nicht erfasst.
(Vordruck im Downloadbereich der Homepage)


2.10. Mitgliedskarte des Vereins
 

- ist durch einen Mitgliedscode gesichert. - besitzt eine begrenzte Gültigkeit von derzeit 2 Jahren - Anfragen von Behörden zur Mitgliedschaft nur per Email an die Geschäftsstelle


3. Anforderungen an den zukünftigen Gifttierpfleger

 

- Volljährigkeit

- pol. Führungszeugnis

- Sachkundenachweis Terraristik

- Nachweis Gefahrenprüfung Terraristik

- Nachweis Mitgliedschaft SDB e.V. zur Absicherung eines evt. notwendigen Antivenineinsatzes

 

4. Ausnahmegenehmigung bei der zuständigen Behörde beantragen


- die vorgenannten Zeugnisse und Nachweise

- Lageplan des Raumes einschl. Lage der Terrarien im Raum
(Vordruck d. Ausnahmegenehmigung und Checkliste zur Ausnahmegenehmigung im Downloadbereich der Homepage)

 


Sind diese Unterlagen vollständig und ohne Beanstandung, kann mit dem Aufbau der Anlage begonnen werden. Nach Fertigstellung erfolgt die Abnahme durch die zuständige Behörde. Dann können die Tiere beschafft werden. Der Gifttierhalter erhält eine zeitlich begrenzte, in der Regel mit Auflagen versehene, schriftl. Ausnahmegenehmigung.

 

5. weitere vereinsinterne Publikationen

 

- CD mit internen Informationen zur Tierhaltung u.a. - Nothilfe- CD

 

6. Anspruch des Vereins

 

Der Verein erhebt den Anspruch, zu sämtlichen gesetzgeberischen u.ä. Maßnahmen welche die Gifttierhaltung tangieren, als derzeit einziger fachkompetenter Partner hinzugezogen zu werden.

 

Berlin, 15.11.07
M. Meyburg, Vorsitzender
Dr. rer. nat. M. Monzel, Geschäftsführer
B. Rohde, Schatzmeister

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